Klickbetrug

Klickbetrug? Nicht mit Space Content!

Klickbetrug (Click Fraud) ist ein Problem, mit dem Online-Marketer zunehmend zu kämpfen haben. Bereits im Dezember 2014 hat die Association of National Advertisers (ANA) errechnet, dass Advertiser im Jahr 2015 mit einem weltweiten Verlust von 6,3 Milliarden Dollar durch Ad Fraud rechnen müssen. Deshalb ist man stets auf der Suche nach Möglichkeiten, den Klickbetrügern das Handwerk zu legen.

 

Was versteht man unter Klickbetrug?

Klickbetrug (oder auch Ad Fraud) kommt bei den klickbasierten Abrechnungsmodellen der Online-Werbung zum Tragen. Mithilfe von Programmen (Bots) oder manuell wird immer wieder auf einen Werbebanner, z.B. auf einem Blog geklickt, um dem Werbetreibenden erhöhte Kosten zu bereiten.

Die meisten der im Internet geschalteten Werbebanner generieren durch die dahinterstehenden Abrechnungssysteme erst Umsatz, wenn ein Nutzer aktiv auf diese geklickt hat. Der Betrüger löst nun Klicks auf die Werbebanner aus, ohne dass ein tatsächliches Interesse an dem beworbenen Angebot besteht. Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Klickbetrug auszuüben. Entweder kann der Täter selbst Klicks auslösen, oder dies durch Freunde, Angehörige oder Angestellte geschehen lassen. Eine andere Möglichkeit ist eine automatische Software zur Erhöhung der Klickrate. Dabei entsteht Traffic, der eben durch sogenannte Bots und nicht menschliche Nutzer generiert wird. Nutzer können zudem auch auf einer Internetseite getäuscht werden und ungewollt auf einen Werbebanner klicken.

Ein solcher Bot richtet i.d.R. für den Nutzer selbst keinen Schaden auf dem PC an und bleibt meist unbemerkt.

 

Warum begeht jemand Klickbetrug?

Ein Werbetreibender oder ein Werbenetzwerk schaltet auf der Seite eines Publishers (Contentanbieter) einen Werbebanner. Klickt ein Besucher der Seite auf die Werbung, erhält der Publisher vom Werbekunden einen kleinen Betrag (CPC).

Geschädigter ist beim Klickbetrug immer der Werbende, der vermeintliche „Gewinner“ der Publisher. Er kann allerdings als betrügerisch eingestuft werden und dann beispielsweise vom Werbenetzwerk ausgeschlossen werden. Resultat: Verlust seiner Werbeeinnahmen. Aber auch konkurrierende Wettbewerber kommen als Täter in Frage. Durch das häufige Klicken auf die Werbebanner wird das Werbebudget des betroffenen Advertisers schnell aufgebraucht – ohne, dass tatsächlich neue Kunden gewonnen werden.

Motive für Klickbetrug können sein: Umsatzerhöhung von Seiten des Publishers, finanzielle Schädigung eines Advertisers durch einen Konkurrenten oder der Wunsch eines Wettbewerbers des Publishers, diesen von einem Werbenetzwerk ausschließen zu lassen.

 

Wie geht man gegen Klickbetrüger vor?

2015 hat die Brancheninitiative Trustworthy Accountability Group (TAG) beschlossen, gegen Ad Fraud vorzugehen. Die Initiative wurde von den US-Brancheneverbänden IAB, der Association of National Advertisers und der American Association of Advertising Agencies gegründet und kooperiert für das Projekt mit namhaften Internetunternehmen.

Gemeinsam wollen sie eine schwarze Liste pflegen, auf der IP-Adressen von Datenzentren verzeichnet werden, die mit verdächtigen Klicks auffällig geworden sind. Denn: Klickbetrüger handeln nicht mehr nur von einzelnen Rechnern, sondern von ganzen Rechenzentren, um die Klickraten unnatürlich hoch zu treiben!

Hersteller und Werbeplattformen für Online-Werbung haben diverse Instrumente entwickelt, mit denen Klickbetrug aufgedeckt werden kann. Dabei werden verschiedene Parameter überprüft. So wird z.B. bei einem mehrmaligen Auftauchen der gleichen Internetadresse, diese nicht mehr von der Zählstatistik berücksichtigt. Auch wenn die Betrachtungsdauer zu kurz ist, entfallen die Besucher für die Statistik. Mittlerweile gibt es Agenturen, die sich auf die Aufdeckung von Klickbetrug spezialisiert haben.

Klickbetrug lohnt sich letztendlich für niemanden, weshalb auch Space Content vehement gegen Betrüger vorgeht und diese von der Plattform ausschließt!

 

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